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Gleich
nach unserer Ankunft in Westerloy und nachdem wir unsere Zelte aufgebaut hatten, gingen
wir auf Erkundungstour. Schon als wir die große und moderne Sporthalle der Grundschule
betraten, reiften die ersten Pläne von Volleyballturnieren und anderen sportlichen
Wettkämpfen. So juckte es uns in den Fingern, als wir eines schönen Abends tatsächlich
einige Volleyballer beim Training überraschten, die uns zu einem kleinen Spiel einluden.
Daraufhin stellten wir ganz spontan eine Mannschaft zusammen, die zunächst hauptsächlich
aus Westersteder und Kyritzer Schülern bestand. Nachdem wir wirklich hart gekämpft
hatten, mußten wir leider feststellen, daß wir spielerisch nicht ganz das Niveau der
dort trainierenden Mannschaften hatten, aber frei nach dem Motto Mitmachen ist
alles" nahmen wir unsere Niederlage gelassen hin.
Mit diesem kleinen Turnier war das Volleyballspiel jedoch nicht vorbei. Jetzt ging es erst richtig los! Nachdem uns die Trainingsgruppe verlassen hatte, gesellten sich immer mehr Mädels und Jungs des Projekts zu uns, so daß multikulturelle Mannschaften zusammengestellt wurden, die erbittert um jeden Punkt kämpften. Verschiedensprachig wurden nun mehr oder weniger effektive Taktiken ausgeklügelt, mit denen man die gegnerische Mannschaft bezwingen könnte, jedoch auch hier wurde ein Punkt- oder gar Satzverlust nicht allzu verbissen gesehen, sondern nur als Motivation für das nächste Spiel aufgefaßt. Völlig erschöpft, aber auch froh und ausgelastet, krochen die letzten von uns nach fünf Stunden harter körperlicher Belastung und einer Menge Spaß zwei Stunden nach Mitternacht in ihre Schlafsäcke und fielen in einen tiefen, erholsamen Schlaf. Auch in den Tagen darauf wurde das Netz noch mehrmals aufgebaut, und bei einigen kleinen Spielchen zwischendurch (für Eingeweihte: Der Knoten!") konnte die allgemeine Freude noch gesteigert werden.
Das Spiel bot viele Möglichkeiten, neue Kontakte zu knüpfen und sich gegenseitig näher kennenzulernen, womit bewiesen wäre, daß durch Sport die Verständigung zwischen Menschen gefördert wird und zwischenmenschliche Beziehungen aufgebaut und vertieft werden.
Nicht nur der Aufenthalt in der Jurte und
das Volley- bzw. Basketballspiel dienten als allgemeine Beschäftigung für die Abende,
sondern auch die beiden Gaststätten im Ort. Sowohl im gemütlichen Westerloyer
Krug" als auch im Westerloyer Hof", in dem wir unser Mittagessen bekamen,
traf man sich, um gemütlich bei einem Bierchen zusammenzusitzen und sich über die
verschiedensten Themen auszutauschen. Auch hier konnte man erleben, wie leicht es ist,
sich in dieser Atmosphäre kennenzulernen und miteinander vertrauter zu werden. So wurden
die Abende des gemütlichen Plauderns, aber auch die der ausgelassenen Geselligkeit mit
Music-Box, Kontakten zur überaus spendablen einheimischen Bevölkerung und mit
feuchtfröhlicher Stimmung zu einem unvergeßlichen Erlebnis für alle Beteiligten.
Uta Tikalsky
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