![]()
| . | . | . | . | . | ||
| . | Thema 1: Die Leda-Jümme-Niederung |
Thema 2: Deichbau und Sturmfluten an der deutschen Nordseeküste |
Thema 3: Das Wattenmeer |
Thema 4: Menschen im Moor |
Thema 5: Moorarchäologie |
. |
| . | Thema 6: Moorökologie |
Thema 7: Dorf im Wandel |
Thema 8: Photo- und Videodokumentation |
Thema 9: Dokumentation mit dem Computer |
Betreuung der Teilprojekte und Teilnehmerzahlen |
. |
| . | . | . | . | . |
Das Ammerland wird von einer Reihe kleiner Flüsse (Bäken) nach Südwesten hin entwässert. Die Gezeiten (Ebbe und Flut ) wirken sich über die Ems, die Leda , die Jümme, das Aper Tief und die Große Süderbäke bis nach Westerstede aus. Dies führte bis in die 60er Jahre im Winter regelmäßig zu großen Überschwemmungen, die teilweise monatelang bestehen blieben.
Durch Ausbau und Begradigungen und das Leda-Sperrwerk ist die Gefahr von Überflutungen selten geworden. Jedoch ist die Gefahr nicht gebannt. Dies soll in Zusammenarbeit mit den Wasserunterhaltungsverbänden und dem Standarchiv untersucht werden. Auch die negativen Auswirkungen der Begradingungen auf Flora und Fauna werden mit einbezogen und durch Exkursionen in die Landschaft auch praktisch sichtbar.
Der heutige Verlauf der Nordseeküste ist nicht natürlich, sondern in weiten Bereichen durch den Menschen geschaffen. Anhand alter Karten und anderer Quellen sollen die Auswirkungen der Sturmfluten im Mittelalter auf die Küstenlinie untersucht werden. Der Deichbau als große soziale Leistung der Küstenbewohner von den Anfängen bis heute und die Rückgewinnungen des Landes, das durch Meereseinbrüche verloren gegangen war, soll durch Mitwirkung des Institutes für Deich- und Wurtenforschung, des Küstenschutzamtes Norden und der Ostfriesischen Landschaft erarbeitet und durch Exkursionen auch praktisch erfahren werden.
Vom Ijsselmeer (NL) bis zur dänischen Grenze zwischen der Küste und den vorgelagerten Inseln erstreckt sich eine auf der Welt einzigartige Landschaft, das Wattenmeer. Zweimal im täglichen Wechsel von Ebbe und Flut Land oder Meeresboden stellt es an seine Bewohner extreme Anforderungen. Die Artenvielfalt ist daher nicht groß, gleichzeitig ist das Wattenmeer aber sehr individuenreich, Kinderstube für Meeresbewohner und Rastplatz für viele Vögel auf ihrem Zug in die Brut- und Wintergebiete. Für den Naturhaushalt der Nordsee ist es ein unverzichtbares Bestandteil und eines der letzen großen Naturräume in Europa. Als Wattenmeer in seiner ökologischen Bedeutung, als Nationalpark und Erholungsort soll es in und durch Exkursionen ins Watt erarbeitet werden.
Im Rahmen des Projekts soll das Leben von Menschen im Moor von der Steinzeit bis in die 50er und frühen 60er Jahre untersucht werden. Moderne Untersuchungsmethoden geben Auskunft über die soziale Verhältnisse und die Lebensumstände der Menschen in der Steinzeit. Funde von Werkzeugen, Schmuck und alltäglichen Gebrauchsgegenständen, der Mythos der Moorleichen und Webetechniken der Bekleidung geben Hinweise auf das Leben im dieser Zeit. Die Zeit der Moorkolonisierung (Fehnkultur) wird ebenso untersucht wie das Moor als Gefängnis (KZ Esterwegen, Informationszentrum Papenburg) und die Veränderungen in diesem Jahrhundert in den Lebens- und Arbeitsverhältnissen . Ein Tag im Naturkundemuseum Oldenburg (praktische Arbeiten) und ein Besuch des Moormuseums Moordorf gehören zum Programm.
Wie bestimmt man das Alter von Moorfunden
und welche Methoden gibt es? Das soll praktisch und theoretisch im Naturkundemuseum
Oldenburg erfahren werden. Dabei werden die Methoden Pollenanalyse, Dendrochronologie und
C-14 vorgestellt. Ein Schwerpunkt liegt bei den Ausgrabungen der Bohlenwege im Moor. Über
die Funde bei diesen Ausgrabungen und über die Technik zum Bau dieser Bohlenwege wird es
ausführliche Informationen geben. Ebenso gehört eine Exkursion zu einer
Ausgrabungsstätte bei Hude unter sachkundiger Führung dazu. Die erworbenen Kenntnisse
können bei einer Exkursion in das Lengener Moor und zum Moormuseum Elisabethfehn vertieft
werden.
Hoch- und Niedermoore sind zwei völlig verschiedene Lebensräume. Dies werden Exkursionen unter sachkundiger Führung in das Lengener Moor und an die Thülsfelder Talsperre verdeutlichen. Erarbeitet werden soll die Entstehung der Hochmoore. Im Mittelpunkt werden die Torfmoose stehen, aber auch die anderen typischen Pflanzen dieses nährstoffarmen Standorts wie Pfeifengras, Moosbeere, Sonnentau oder Wollgras. Auch die Renaturierung der abgetorften Flächen soll untersucht werden. Zum Programm gehört auch eine Exkursion zum Moorerlebnispfad "Goldenstedter Moor".
In Westerloy, dem Dorf, wo unser Lager steht, gibt es noch eine intakte
Dorfgemeinschaft. Der Ort ist mehrfach bei Wettbewerben wegen seines lebendigen
Gemeinschaftslebens ausgezeichnet worden. In diesem Projekt soll erforscht werden, wie die
Menschen hier leben, welcher Wandel stattgefunden hat und noch zu erwarten ist. Vergleiche
aus den Heimatländern der Projektteilnehmer sollen dabei einbezogen werden. Diesen und
anderen Fragen soll nachgegangen werden: Wie wohnt man im Dorf? Wie verbringt man seine
Freizeit? Welche Berufe werden ausgeübt? Was erwarten Zuwanderer vom Dorf?
Dazu sollen Dokumente (Zeitungen, Filme, Bilder, u.a.) ausgewertet werden und vor allem
durch Befragen von Dorfbewohnern zu Hause, im Verein und am Arbeitsplatz Antworten darauf
gefunden werden. Dazu gehört auch die Erkundung des Ortes, seine Geschichte und eine
Fahrt zu einem Freilichtmuseum.
Wie in den Vorjahren soll mit dem Photoapparat und der Videokamera über das Projekt berichtet werden, über die großen und kleinen Ereignisse, das gemeinsame Arbeiten und den Spaß zusammen. Dadurch soll eine Dokumentation entstehen, die später (nach dem Projekt) zum Film "Westerstede 1998" und zum Projektbericht "Westerstede 1998" zusammengefaßt werden können. Das bedeutet, daß die Photos schon während des Projektes entwickelt und katalogisiert werden müssen, ebenso müssen die Szenen der einzelnen Videofilme aufgeschrieben werden, denn sie sind Grundlage für den späteren Schnitt des großen Filmes. Gesucht werden also Leute, die mit dem Photoapparat und der Videokamera umgehen können, die kreativ sind und einen Blick für den richtigen Ausschnitt oder das passende Bild haben. Zur Vertonung des Filmes und zur Zusammenstellung des Buches werden von jeder Schule in den Weihnachtsferien 1998 zwei Schüler für einige Tage nach Westerstede eingeladen.
Das Festhalten von erarbeiteten Ergebnissen noch während der Projektwoche hat sich bewährt. Am Ende sollte jede Schule eine Diskette mit den vorläufigen Projektergebnissen mit nach Hause nehmen können. Neben den Photos sind diese Ergebnisse vor allem Grundlage für den Gesamtprojektbericht, der in den Weihnachtsferien erstellt werden soll. Es wird also auch in diesem Jahr einen Computerraum im Lager geben. Damit kein Chaos entsteht und jeder sein Geschriebenes wiederfindet wird eine Gruppe von drei computererfahrenen Schülern die übrigen Schüler bei Abspeichern, usw. unterstützen. Da wir die Möglichkeit haben, uns in das Internet einzuloggen, wäre es eine weitere Aufgabe, über eine Homepage unser Projekt dort zu vertreten.
Projekt |
Betreuer |
Teilnehmer |
![]() |
| 1. Leda-Jümme-Niederung | Uwe Riegel | 10 | |
| 2. Deichbau und Sturmfluten | Theo Peenstra, Lile-Marija Sliamaite, Olle Ohlin | 10 | |
| 3. Wattenmeer | Beata Buthenhoff-Moszara | 11 | |
| 4. Menschen im Moor | Arno Hoven, Hakan Lilliefeldt | 12 | |
| 5. Moorarchäologie | Ewa Kleczek, Lutz Kadasch | 12 | |
| 6. Moorökologie | Katrin Wichert, Torsten Weiß | 11 | |
| 7. Dorf im Wandel | Gerrit Vruggink, Hartmut Kröncke, Jurate Guseviene | 10 | |
| 8. Foto- und Videodokumentation | Andreas Laube, Lutz Kadasch | 8 | |
| 9. Computerdokumentation | Lutz Kadasch, Andreas Laube | 3 |
![]()